Dass Ernährung schon und gerade im Kindesalter und bei Heranwachsenden eine besondere Bedeutung für die Gesundheit spielt, ist bekannt. Die Stadt Ulm hat sich dem Problem der Fast-Food-Generation gewidmet und bietet einen zweijährigen so genannten Minikochkurs, bei dem Kinder aus europäischen Mitgliedstaaten mit dem Thema Essen vertraut werden – von der Zubreitung gesunder Mahlzeiten über das richtige Eindecken des Tisches bis zur Nutzung des Bestecks nach Knigge.
Das Hotel Lago ist der Ort, der den spielerischen Umgang mit Lebensmitteln und das gleichzeitige Entstehen von Gesundheit durch gutes Essen lehrt und eventuell dadurch einige spätere Starköche heranzieht. Das Projekt ‚Europa-Miniköche’ findet in diesem Jahr bereits zum dritten Mal statt und beinhaltet abgesehen von der Essenszubereitung in der Praxis auch Grundlagen über Ernährung und Produktanbau, Servieren und Tischdekoration.
Für einige ist Essen und Trinken ein schlichtes Muss zum Überleben – andere sehen darin eine richtige Leidenschaft. Dass diese bei Kindern entfacht wird, dazu wollen die europaweit rund dreißig Gruppen beitragen, unter anderem in der Ulmer Küche. Abgesehen von der Wissensvermittlung, liegt ein weiteres Ziel darin, dass die Kleinen gerne gesund essen und auch bei freier Auswahl nicht zum Cheese-Burger, sondern mit Leidenschaft zum frischen Obst greifen. Wer die Kleinen beim Kochen beobachtet, kann feststellen, dass auch äußerlich nichts durchgeht: Die Kochmütze darf auf keinen Fall rutschen. Die zentrale Botschaft bleibt: Jeder kann seine Gesundheit durch gutes Essen beeinflussen – und das bereits in jungen Jahren. Eltern: aufgepasst, wer im Haushalt bald den Kochlöffel schwingt und was so auf dem Teller landet.
